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Diese beeindruckende Nachbildung des berühmten Reichsschwertes der Wiener Schatzkammer zählt zu den bedeutendsten historischen Schwertrepliken Europas. Das Original gehört zu den Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches und wurde über Jahrhunderte bei den Krönungen der römisch-deutschen Könige und Kaiser als Symbol weltlicher Macht verwendet. Mit hochwertiger Karbonstahlklinge, kunstvoll gestalteter Scheide und den berühmten lateinischen Inschriften des Originals ist dieses Schwert ein außergewöhnliches Sammler- und Ausstellungsstück.
Das hier nachgebildete Schwert ist historisch als Reichsschwert des Heiligen Römischen Reiches bekannt. Obwohl es häufig als Mauritiusschwert bezeichnet wird, entstand diese Bezeichnung erst im Spätmittelalter. Historisch korrekt ist die Bezeichnung Reichsschwert, da es als eines der wichtigsten Herrschaftszeichen der römisch-deutschen Könige und Kaiser diente. Erst ab dem 14. Jahrhundert wurde das Schwert mit dem heiligen Mauritius, dem Schutzpatron der Ritter und Krieger, in Verbindung gebracht.
Für Österreich besitzt dieses Schwert eine ganz besondere Bedeutung. Zusammen mit der Reichskrone, dem Reichsapfel, dem Reichszepter und weiteren Herrschaftsinsignien gehört es zu den berühmten Reichskleinodien, die heute in der Weltlichen Schatzkammer der Wiener Hofburg aufbewahrt werden. Die Wiener Schatzkammer beherbergt damit den bedeutendsten erhaltenen mittelalterlichen Kronschatz Europas.
Die hochwertige Nachbildung orientiert sich eng am historischen Vorbild. Die lange, zweischneidige Klinge aus Karbonstahl verjüngt sich zur Spitze und besitzt über etwa zwei Drittel ihrer Länge eine ausgeprägte Hohlkehle. Die Klinge ist nicht geschärft und wurde als hochwertiges Sammler- und Dekorationsstück konzipiert.
Der Griff besteht aus Holz und ist mit Messingdraht umwickelt. Parierstange und Paranussknauf bestehen aus Messing und greifen die Gestaltung des historischen Originals auf. Besonders bemerkenswert sind die auf dem Knauf dargestellten Wappen des Reichsadlers und Kaiser Ottos IV., die auf die Entstehungszeit des Originals hinweisen.
Zum Lieferumfang gehört eine hochwertige Holzscheide mit Bezug aus echtem ockerfarbenem Leder. Zwei verstellbare Befestigungsschlaufen ermöglichen das Tragen am Gürtel.
Das historische Original trägt auf der Parierstange und am Schwert mehrere lateinische Inschriften, die zu den bekanntesten Herrschaftsinschriften des Mittelalters gehören.
CHRISTVS VINCIT · CHRISTVS REIGNAT · CHRISTVS INPERAT
Übersetzung:
„Christus siegt – Christus herrscht – Christus gebietet.“
Diese Worte stammen aus den sogenannten Laudes Regiae, den feierlichen Lobgesängen der mittelalterlichen Kaiserkrönungen. Sie verdeutlichen den Anspruch, dass die Herrschaft des Kaisers von Christus selbst verliehen wurde.
BENEDICTVS DOMINVS DEVS QVI DOCET MANVS
Übersetzung:
„Gepriesen sei der Herr, mein Gott, der meine Hände kämpfen lehrt.“
Diese Inschrift basiert auf Psalm 144 und betont die Rolle des Herrschers als Verteidiger des Reiches und des christlichen Glaubens.
Nach heutigem Forschungsstand wurde das Reichsschwert vermutlich zwischen 1198 und 1218 für Kaiser Otto IV. gefertigt. Die Wappen am Knauf sowie sprachliche Besonderheiten der Inschriften deuten darauf hin, dass das Schwert wahrscheinlich in Frankreich entstand, als Otto IV. Graf von Poitou und Herzog von Aquitanien war. Es könnte bereits bei seiner Königskrönung in Aachen im Jahr 1198 verwendet worden sein.
Die prachtvolle Scheide des Originals ist jedoch deutlich älter als das Schwert selbst. Sie wurde wahrscheinlich um 1084 für Kaiser Heinrich IV. gefertigt und gehört zu den bedeutendsten erhaltenen Goldschmiedearbeiten des Hochmittelalters. Die Scheide zeigt auf vergoldeten Reliefplatten die historische Reihe der Herrscher von Karl dem Großen bis Heinrich III. und stellt damit zugleich ein außergewöhnliches Herrschaftsprogramm dar.
Bei den Krönungen der römisch-deutschen Kaiser wurde das Reichsschwert als Zeichen weltlicher Herrschaft überreicht. Anschließend wurde es mit nach oben gerichteter Spitze vor dem Herrscher getragen – ein sichtbares Symbol seiner Macht und seiner Verpflichtung, Reich und Kirche zu schützen.
Dieses Schwert wurde als Sammler- und Dekorationsobjekt konzipiert. Die Klinge ist nicht geschärft und nicht für den Schaukampf vorgesehen. Der Verkauf erfolgt ausschließlich an Personen über 18 Jahre.