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Außergewöhnlicher französischer Muschelrapier im Stil um 1600 mit vollständig handgeschmiedetem Bügelgefäß, durchbrochenen Muschelschalen und adaptierter S+M-Sportklinge. Das komplexe Gefäß schützt Finger, Hand und Knöchel, bietet gleichzeitig auch mit Lederhandschuhen großzügig Platz und bleibt mit nur ca. 727 g Gesamtgewicht erstaunlich leicht und beweglich. Dank des geschraubten Systems lässt sich die Klinge austauschen.
Dieser französische Muschelrapier verbindet die elegante Formensprache der Renaissance mit einer modernen, praxisorientierten Sportklinge für historisches Fechten.
Besonders beeindruckend ist das vollständig von Hand geschmiedete Gefäß. Die durchbrochenen Muschelschalen werden von mehreren geschwungenen Ring- und Schutzbügeln umgeben und bilden gemeinsam einen aufwendigen Handschutz.
Die langen Parierstangen / Quillons schützen gegen seitlich einlaufende Klingen. Direkt am Klingenansatz befinden sich zusätzliche Fingerbügel, wie sie sich aus den sogenannten Hilt-Arms früher Rapiergefäße entwickelten. Sie ermöglichen eine geschützte Handposition und sind ein charakteristisches Merkmal komplexer Renaissancegefäße.
Auf der Innenseite ergänzen drei geschmiedete Quer- bzw. Schutzbügel das Gefäß. Sie laufen zum Griff hin elegant zusammen und schützen die Hand zusätzlich, ohne sie vollständig einzuschließen.
Mit ca. 10 cm Höhe und 14,5 cm Breite bietet das eigentliche Gefäß großzügigen Raum – auch für größere Hände mit Lederhandschuhen.
Die feine Drahtwicklung am Griff und der plastisch ausgearbeitete Knauf unterstreichen den hochwertigen handwerklichen Charakter.
Trotz des aufwendigen Gefäßes wiegt der Rapier nur ca. 727 g und lässt sich dadurch schnell, präzise und kontrolliert führen.
Die ca. 89,5 cm lange S+M-Sportklinge ist über ein geschraubtes System mit dem Gefäß verbunden.
Dadurch kannst du eine verschlissene oder beschädigte Klinge austauschen, ohne das hochwertige handgeschmiedete Gefäß ersetzen zu müssen.
Gerade für regelmäßiges historisches Fechttraining ist dieses modulare System ein großer Vorteil und verbindet traditionelle Handarbeit mit moderner Funktionalität.
Der Rapier entwickelte sich im 16. Jahrhundert zu einer der wichtigsten zivilen Seitenwaffen Europas. Mit der zunehmenden Bedeutung des Stichfechtens wurden die Klingen schlanker und die Gefäße immer komplexer.
Um die Waffenhand besser zu schützen, entstanden Fingerbügel, Seitenringe, Ringbügel, Knöchelbügel und mehrteilige innere Schutzbügel. Ab dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert wurden einzelne Ringbereiche zusätzlich mit Muscheln oder durchbrochenen Stahlplatten geschlossen.
Solche Swept-Hilt-Gefäße erreichten um 1600 eine außerordentliche handwerkliche Vielfalt. Französische Rapiere dieser Epoche zeigen ebenfalls komplexe Stahlgefäße, während verwandte Konstruktionen in Italien, Spanien, Deutschland und anderen Teilen Europas verbreitet waren.
Die drei inneren Bügel dieses Modells werden historisch am treffendsten als dreifache innere Querbügel bezeichnet. Begriffe wie Terz, Quart oder Quint gehören dagegen zur Fechttechnik und bezeichnen keine einzelnen Bauteile des Rapiergefäßes.
Dieses Modell ist daher keine museale 1:1-Kopie eines einzelnen Originals, sondern eine historisch inspirierte Interpretation eines französischen Muschelrapiers um 1600, kombiniert mit einer modernen austauschbaren Sportklinge.
▪ historisches Rapierfechten
▪ HEMA und historische Fechtkunst
▪ Technik- und Partnertraining
▪ kontrolliertes Sparring
▪ Rapier und Main-Gauche
▪ Reenactment und Living History
▪ historische Darstellung
▪ Bühne und Vorführung
▪ Sammler historischer Fechtwaffen
▪ Produkt: französischer Muschelrapier
▪ Stil: Renaissance / frühes 17. Jahrhundert
▪ Gesamtlänge: ca. 110 cm
▪ Klingenlänge: ca. 89,5 cm
▪ Griff inklusive Knauf: ca. 13,5 cm
▪ Länge vom Knauf bis Klingenansatz: ca. 20,5 cm
▪ Parierbreite: ca. 26 cm
▪ Gefäß ohne Fingerbügel: ca. 10 × 14,5 cm
▪ Gewicht: nur ca. 727 g
▪ adaptierte S+M-Sportklinge
▪ Klinge austauschbar
▪ geschraubte Konstruktion
▪ durchbrochene Muschelschalen
▪ Parierstangen / Quillons
▪ Fingerbügel
▪ mehrteilige Ring- und Seitenbügel
▪ dreifache innere Quer- bzw. Schutzbügel
▪ großzügiges Gefäß auch für größere Hände mit Lederhandschuhen
▪ Griff mit feiner Drahtwicklung
▪ vollständig handgeschmiedet
▪ reine Handarbeit
Nach dem Training Feuchtigkeit, Handschweiß und Verschmutzungen vollständig entfernen.
Die blanken Metallflächen regelmäßig dünn mit Waffenöl oder mikrokristallinem Polierwachs schützen.
Vor jedem Einsatz Klinge, Verschraubung, Parierstangen, Fingerbügel und Gefäß auf festen Sitz und Beschädigungen kontrollieren.
Beim Klingenwechsel die Verschraubung sorgfältig montieren und vor dem nächsten Training nochmals auf sicheren Sitz prüfen.
Der Rapier ist für kontrolliertes historisches Fechttraining mit geeigneter Schutzausrüstung vorgesehen.
Auch eine Sportklinge kann bei unsachgemäßer Verwendung Verletzungen verursachen. Trainingsintensität und Schutzausrüstung müssen daher an Trainingsform und das jeweilige Regelwerk angepasst werden.
Verkauf ausschließlich an Personen ab 18 Jahren.