Dieses handgefertigte Webschiffchen aus Holz ist ein unverzichtbares Werkzeug für das traditionelle Brettchenweben. Es dient sowohl zum Aufwickeln des Schussfadens als auch zum Anschlagen der gewebten Fäden und ermöglicht die Herstellung authentischer Borten, Zierbänder und Gewandverzierungen nach historischem Vorbild. Ideal für Reenactment, Living History, Wikingerdarstellung und historisches Handwerk.
Das Webschiffchen aus Holz gehört zu den wichtigsten Werkzeugen beim Brettchenweben und Bandweben. Es wird verwendet, um den Schussfaden aufzunehmen, durch das Webfach zu führen und anschließend die gewebten Fäden sauber anzuschlagen.
Gefertigt aus Holz und sorgfältig verarbeitet, liegt das Schiffchen angenehm in der Hand und ermöglicht präzises Arbeiten auch bei längeren Webprojekten. Die besondere Form besitzt eine breitere und eine schmal zulaufende Seite. Dadurch kann der Schussfaden je nach Bedarf sanft oder kräftiger angeschlagen werden.
Die Einkerbungen an den Enden dienen gleichzeitig als Haspel, auf die der Schussfaden aufgewickelt werden kann. Dadurch vereint das Schiffchen mehrere Funktionen in einem einzigen Werkzeug und erleichtert die Arbeit am Webprojekt erheblich.
Besonders beliebt ist dieses Werkzeug beim Brettchenweben, einer historischen Webtechnik zur Herstellung von Borten, Zierbändern, Gürtelbändern, Wadenbinden und dekorativen Gewandabschlüssen. Mit Hilfe von Webbrettchen und einem Webschiffchen lassen sich beeindruckende Muster erzeugen, die bereits seit Jahrtausenden verwendet werden.
Das Webschiffchen eignet sich gleichermaßen für Einsteiger wie für erfahrene Weber und stellt eine ideale Ergänzung für historische Handwerksausrüstung dar.
Das Brettchenweben, auch als Plättchenweben bezeichnet, gehört zu den ältesten bekannten Webtechniken der Menschheitsgeschichte. Archäologische Funde belegen diese Technik bereits in der Bronzezeit. Besonders bemerkenswert sind Funde aus dem prähistorischen Salzbergwerk von Hallstatt in Österreich, wo über 2500 Jahre alte, aufwendig gemusterte Brettchengewebe entdeckt wurden.
Beim Brettchenweben werden Kettfäden durch gelochte Webbrettchen geführt. Durch das Drehen dieser Brettchen entstehen verschiedene Webfächer, durch die der Schussfaden geführt wird. Mit dieser Technik können nahezu unendlich viele Muster und Ornamentbänder hergestellt werden.
Während der Wikingerzeit und des Mittelalters wurden brettchengewebte Bänder häufig als Gewandborten, Gürtelverzierungen, Wadenbinden oder dekorative Abschlüsse an Kleidung verwendet. Viele erhaltene Funde aus Skandinavien, Deutschland und England belegen die weite Verbreitung dieser Technik.
Auch heute erfreut sich das Brettchenweben großer Beliebtheit bei Reenactors, Living-History-Darstellern und historischen Handwerkern, da sich damit authentische textile Verzierungen herstellen lassen, die historischen Vorbildern sehr nahekommen.
Da Holz ein Naturmaterial ist und jedes Webschiffchen von Hand gefertigt wird, können leichte Unterschiede in Farbe, Maserung und Form auftreten. Diese Merkmale unterstreichen den individuellen Charakter jedes einzelnen Stücks.