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Hundsgugel um 1400 – schaukampftauglicher Ritterhelm aus 2 mm Stahl 1
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Hundsgugel um 1400 – schaukampftauglicher Ritterhelm aus 2 mm Stahl

169,99 €
Bruttopreis inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten bei Bestellungen unter € 300,- inkl. MwSt. Lieferzeit ca. 7 bis 30 Werktage ab Zahlungseingang, außer Fertigungsartikel auf Bestellung, wo die Lieferzeiten generell saisonalen Schwankungen unterliegen.

Diese massive Hundsgugel um 1400 ist eine hochwertige Rekonstruktion eines der charakteristischsten Ritterhelme des späten 14. und frühen 15. Jahrhunderts. Aus ca. 2 mm starkem Stahlblech in Handarbeit getrieben, vernietet und verschweißt, mit hochklappbarem Visier, gepolstertem Stoffinlay und Leder-Kinnriemen, eignet sich der Helm hervorragend für Schaukampf, Reenactment, Living History sowie anspruchsvolle Sammler.

Menge

Kaum eine Helmform verkörpert das Bild des spätmittelalterlichen Ritters so eindrucksvoll wie die Hundsgugel.

Das weit nach vorne gezogene, spitz zulaufende Visier erinnert unverkennbar an die Schnauze eines Hundes und gab dieser Weiterentwicklung der spätmittelalterlichen Beckenhaube ihren Namen. Die außergewöhnliche Form war jedoch keineswegs nur eine Frage der Optik: Sie verband einen hohen Gesichtsschutz mit guter Belüftung und einer Geometrie, an der auftreffende Schläge leichter abgleiten konnten.

Diese Rekonstruktion orientiert sich an einem historischen Vorbild, das vermutlich um 1400/1410 in Mailand entstand – zu einer Zeit, als die norditalienische Stadt zu den bedeutendsten Zentren europäischer Plattnerkunst gehörte.

Massive Schaukampfausführung aus 2 mm Stahl

Der Helm wird in Handarbeit aus ca. 2 mm starkem Stahlblech getrieben, vernietet und verschweißt.

Mit einem Gewicht von etwa 3550 g handelt es sich um einen ausgesprochen massiven spätmittelalterlichen Helm, dessen Konstruktion für den historischen Schaukampf ausgelegt ist.

Die blank polierte Stahloberfläche unterstreicht den Charakter einer hochwertigen spätmittelalterlichen Rüstung und lässt sich hervorragend mit Kettenzeug, Brigantine oder Plattenrüstung kombinieren.

Charakteristisches, hochklappbares Hundsgugel-Visier

Das auffälligste Merkmal ist selbstverständlich das weit nach vorne gezogene Hundeschnauzen-Visier.

Es lässt sich vollständig nach oben klappen. Geschlossen schützt seine ausgeprägte konische Form das Gesicht, während zahlreiche Öffnungen die Luftzirkulation unterstützen.

Gerade diese weit vor dem Gesicht liegende Konstruktion war einer der entscheidenden Vorteile gegenüber flacheren Visierformen. Der zusätzliche Raum erleichterte die Atmung, während die schräge Oberfläche auftreffende Hiebe und Stiche besser seitlich ableiten konnte.

Bewegliche Bügel im Hals- und Brustbereich

Neben dem Visier besitzt dieser Helm zwei ebenfalls bewegliche Bügel im Hals- beziehungsweise oberen Brustbereich.

Diese Konstruktion ergänzt den Schutz des unteren Helmbereichs und trägt gleichzeitig dazu bei, dass die massive Hundsgugel trotz ihrer weitreichenden Panzerung tragbar und beweglich bleibt.

Gepolstertes Stoffinlay und Leder-Kinnriemen

Im Inneren befindet sich ein hochwertiges, gepolstertes Stoffinlay.

Die Polsterung schafft Abstand zwischen Kopf und Stahl, verbessert den Tragekomfort und unterstützt die Verteilung des Helmgewichtes.

Ein Kinnriemen aus Leder sorgt zusätzlich dafür, dass die Hundsgugel zuverlässig am Kopf fixiert werden kann.

Mit einem maximalen Kopfumfang von ca. 610 mm eignet sich der Helm für viele erwachsene Träger. Entscheidend sind jedoch nicht nur der Kopfumfang, sondern auch die beiden Innenmaße. Diese sollten vor der Bestellung mit den eigenen Kopfmaßen verglichen werden.

Details

  • Helmtyp: Hundsgugel / Hounskull Bascinet
  • Grundform: spätmittelalterliche Beckenhaube / Bascinet
  • Zeitstellung: ca. 1400
  • Historisches Vorbild: vermutlich Mailand, ca. 1400/1410
  • Material: Stahl
  • Materialstärke: ca. 2 mm
  • Fertigung: in Handarbeit getrieben, vernietet und verschweißt
  • Oberfläche: poliert, leicht eingeölt
  • Visier: hochklappbar
  • Hals-/Brustbereich: zwei bewegliche Bügel
  • Innenausstattung: hochwertiges gepolstertes Stoffinlay
  • Kinnriemen: Leder
  • Maximaler Kopfumfang: ca. 610 mm
  • Langer Innenabstand Stirn–Hinterkopf: ca. 210 mm
  • Kurzer Innenabstand Ohr–Ohr: ca. 190 mm
  • Gewicht: ca. 3550 g
  • Ausführung: schaukampftauglich

Historischer Hintergrund – von der Beckenhaube zur Hundsgugel

Die Hundsgugel entwickelte sich im Laufe des 14. Jahrhunderts aus der Beckenhaube, international meist als Bascinet bezeichnet.

Die Beckenhaube selbst war ursprünglich eine vergleichsweise einfache Kopfbedeckung aus Stahl, die unter anderem unter einem großen Topf- oder Kübelhelm getragen werden konnte. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurde sie zunehmend größer und entwickelte sich zu einem eigenständigen Kampfhelm.

Mit der zunehmenden Verwendung von Visieren entstand schließlich eine ganze Reihe unterschiedlicher Bascinet-Formen.

Ab etwa 1380 wurden besonders stark nach vorne gezogene, spitz zulaufende Visiere populär.

Ihre Form erinnerte an eine Hundeschnauze – daraus entwickelte sich die deutsche Bezeichnung Hundsgugel, während im Englischen heute meist von Hounskull oder Houndskull Bascinet gesprochen wird.

Die Form erfüllte gleich mehrere praktische Aufgaben.

Die schräge und zugespitzte Oberfläche bot auftreffenden Waffen weniger rechtwinklige Angriffsfläche und begünstigte das seitliche Abgleiten von Treffern.

Gleichzeitig entstand vor Mund und Nase ein größerer Luftraum. Die größere Oberfläche des Visiers erlaubte zusätzliche Atemöffnungen und verbesserte damit die Belüftung gegenüber vielen flacheren geschlossenen Visieren.

Ein Helm der Ritter um 1400

Um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert gehörte die Hundsgugel zu den bedeutendsten Helmformen der europäischen Ritterschaft.

Sie verbreitete sich über weite Teile Mittel- und Westeuropas und wurde insbesondere von Rittern und wohlhabenden professionellen Kriegern getragen.

Italienische Plattnerzentren – allen voran Mailand – spielten bei der Entwicklung hochwertiger Rüstungen eine herausragende Rolle. Mailänder Harnische und Helme wurden weit über Italien hinaus gehandelt und von Angehörigen des europäischen Adels geschätzt.

Etwa ab den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts änderte sich die Helmmode erneut. Die extrem ausgeprägten Hundsgugel-Visiere wurden zunehmend durch rundere Formen verdrängt und andere Helmtypen entwickelten sich weiter.

Damit ist die Hundsgugel heute eine besonders charakteristische Wahl für Darstellungen der Zeit um 1380 bis etwa 1420.

Geeignet für

  • Historischen Schaukampf
  • Reenactment
  • Living History
  • Darstellungen um 1400
  • Ritterdarstellungen des späten 14. und frühen 15. Jahrhunderts
  • Mittelalterveranstaltungen
  • Film und Theater
  • Historische Sammlungen

Pflegehinweise

Der Helm besteht aus Kohlenstoffstahl und ist daher nicht rostfrei.

Nach jedem Einsatz sollten Schweiß, Feuchtigkeit und Verschmutzungen vollständig entfernt werden.

Die Stahloberflächen anschließend leicht einölen oder mit einem geeigneten mikrokristallinen Polier- und Versiegelungswachs konservieren. Gerade bei längerer Lagerung bietet eine Wachsschicht einen ausgezeichneten Schutz vor Feuchtigkeit und Fingerabdrücken.

Das Stoffinlay nach schweißtreibender Verwendung vollständig trocknen lassen. Den Leder-Kinnriemen gelegentlich mit geeigneter Lederpflege behandeln.

Den Helm trocken und gut belüftet lagern.

Hinweis

Die Hundsgugel ist ausdrücklich für den historischen Schaukampf ausgelegt. Dennoch handelt es sich um einen massiven Stahlhelm. Die Verwendung darf ausschließlich mit geeigneter Schutzkleidung und unter Einhaltung des jeweiligen Schaukampf- beziehungsweise Veranstaltungsregelwerks erfolgen.

Vor der Bestellung sollten neben dem Kopfumfang unbedingt auch die angegebenen Innenabstände Stirn–Hinterkopf und Ohr–Ohr mit den eigenen Kopfmaßen verglichen werden.

Da der Helm teilweise in Handarbeit gefertigt wird, können geringfügige Unterschiede in Gewicht, Oberfläche und Verarbeitung auftreten.

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