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Hochwertiger italienischer Armethelm des 15. Jahrhunderts aus ca. 1,6 mm starkem Stahl mit polierter Oberfläche. Charakteristisch sind die seitlich aufklappbaren Wangenplatten, das bewegliche Visier und die rückseitige Rondellscheibe. Ein gepolstertes Inlay und ein Leder-Kinnriemen sorgen für sicheren Sitz. Mit ca. 3,83 kg eine massive Ausführung für Reenactment, Living History, LARP und Sammler.
Der Armet gehört zu den technisch fortschrittlichsten Ritterhelmen des 15. Jahrhunderts. Seine kompakte, körpernahe Form umschließt den Kopf nahezu vollständig und unterscheidet sich deutlich von älteren, weit geschnittenen Helmformen.
Dieses Modell greift die typische italienische Konstruktion auf: Zwei seitlich angeschlagene Wangenplatten lassen sich zum Auf- und Absetzen öffnen und schließen anschließend vor dem Kinn. Dadurch kann der Helm sehr eng am Kopf anliegen, ohne dass die Halsöffnung unnötig groß ausfallen muss.
Das bewegliche Visier kann je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden und ermöglicht dadurch einen Wechsel zwischen besserer Sicht und Belüftung oder stärkerem Gesichtsschutz.
Gefertigt wird der Helm aus ca. 1,6 mm starkem Stahl. Die blank polierte Oberfläche unterstreicht die elegante Linienführung, für welche italienische Rüstungen des 15. Jahrhunderts besonders bekannt sind.
Ein auffälliges Detail ist die runde Rondellscheibe am Hinterkopf.
Bei historischen Armeten hatte dieses Bauteil eine konkrete Schutzfunktion: Es deckte den empfindlichen Bereich der rückseitigen Verschlüsse beziehungsweise Befestigungen ab und erschwerte es einem gegnerischen Treffer, dort einzudringen.
Gemeinsam mit den beweglichen Wangenplatten und dem Visier zeigt das Rondell, wie durchdacht diese Helmform bereits im 15. Jahrhundert konstruiert war.
Im Inneren befindet sich ein gepolstertes Helminlay, das den direkten Kontakt zwischen Kopf und Stahl reduziert und das Gewicht angenehmer verteilt.
Ein robuster Leder-Kinnriemen mit Schnalle stabilisiert den Helm zusätzlich bei Bewegung.
Mit einem Gewicht von ca. 3,83 kg ist dieses Modell bewusst massiv ausgeführt und vermittelt den charakteristischen Eindruck eines vollständig geschlossenen spätmittelalterlichen Ritterhelmes.
Der Armet entwickelte sich zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Italien und wurde zu einem der wichtigsten Helme schwer gerüsteter Reiter.
Im Gegensatz zu vielen früheren Helmen konnte er den gesamten Kopf eng umschließen. Möglich wurde dies durch die beiden beweglichen Wangenplatten, die seitlich an der Helmglocke angeschlagen waren und sich zum Anlegen öffnen ließen.
Gerade in Mailand und anderen norditalienischen Zentren der Plattnerkunst entstanden im 15. Jahrhundert besonders hochwertige Exemplare. Die glatten, kompakten Formen des Armets passten hervorragend zu den eleganten italienischen Plattenharnischen dieser Epoche.
Historische Armete wurden häufig zusätzlich mit einem Bevor beziehungsweise Wrapper kombiniert. Dieses zusätzliche Plattenteil schützte Kinn und Hals und überdeckte zugleich empfindliche Übergänge zwischen Visier und Wangenplatten.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erreichte der Armet einen besonders ausgereiften Entwicklungsstand. Im frühen 16. Jahrhundert ging seine Konstruktion schließlich in neue Formen des geschlossenen Helmes über.
Der verwendete Stahl ist nicht rostfrei.
Nach Gebrauch Feuchtigkeit und Schweiß vollständig entfernen und die Stahloberfläche mit geeignetem Waffenöl oder mikrokristallinem Polier- und Versiegelungswachs konservieren.
Das gepolsterte Inlay nach schweißintensiver Nutzung vollständig trocknen lassen. Leder-Kinnriemen gelegentlich sparsam mit geeignetem Lederpflegemittel behandeln.
Da der Helm in Handarbeit gefertigt wird, können Gewicht, Oberfläche und kleinere Details geringfügig variieren.
Für Schaukampf oder andere Kontaktdisziplinen gelten immer die jeweiligen Sicherheits- und Veranstaltungsregeln. Vor einem entsprechenden Einsatz sollte der Helm auf Passform, Verschlüsse und Zustand aller beweglichen Teile geprüft werden.